Der folgende Beitrag steckt unter dem Deckmantel der Satire und wo genau sich hier die Satire verbirgt, möge jeder selbst herausfinden!

 

Europa, die europäische Union, die europäische Wirtschaftsgemeinschaft. Es wird heute für Europa wählen gegangen. Europa, das aus 44 Nationen besteht, wovon 28 Mitglieder die europäische Union bilden. Der Rest bohrt anscheinend in der Nase oder hat den Mitgliedsbeitrag nicht bezahlt.
Wahlen, das Prinzip schlechthin. Das Grundgerüst einer demokratischen Gesellschaft. Aber wie kann jetzt, nennen wir ihn mal Herrn Euro, seinen Einfluss in der europäischen Union geltend machen?

Da haben wir einmal den Ministerrat, den Rat der europäischen Union. Die Skat-Runde der Union und Obermacker ist hier Donald Tusk, nicht zu verwechseln mit dem Provinzmacho im Weißen Haus, Donald Trump.  Unter anderem sind Regierungschefs, wie Sebastian Kurz (Österreich), Emmanuel Macron (Frankreich), Reichskanzlerin Merkel (Deutschland) und Theresa May (Vereinigtes Königreich) vertreten. Dort entscheiden nun Tusk und Konsorten über Gesetze, die unseren Herrn Euro betreffen.
Da fragt sich jetzt der Euro zurecht, wie zum Teufel habe ich die denn gewählt?
Von einer direkten Wahl darf hier leider nicht gesprochen werden. Deswegen spielt der Schweizer aus Prinzip auch bei diesem europäischen Monopoly nicht mit. Die haben ja direkte Volksentscheide etabliert, diese Hinterwäldler. Kommen wir nun zum Herrn Euro und seinem vermeintlichen Einfluss in der europäischen Union zurück.
Herr Euro, sie wählen die Abgeordneten im deutschen Bundestag, welche wiederum den Regierungschef, aktuell eine Kanzlerin, wählen. Diese Dame bestimmt ihren persönlichen Swingerclub, die Bundesminister, welche sich dann in der Skatrunde (Rat der europäischen Union) mit dem Tusk verabreden und dort bei ein zwei Runden Skat, einer Zigarre, Koks und Nutten über Gesetze debattieren. Als ob man hier noch mehr Einfluss verlangen sollte. Diese Macht, Herr Euro, kommt schon fast einer gesteuerten bewussten Manipulation gleich. Sie sollten mit diesem Prozess ihres Einflusses zufrieden sein.
Stellt sich nun die Frage, ob die Erinnerungsfähigkeit der Bundesminister ausreichend vorhanden ist, die Wünsche des Herrn Euro auf Kommando abzurufen und diese dann auch tatkräftig zu vertreten.  Also werden nun im Ministerrat Gesetze für mich Herrn Euro und Co beschlossen, habe ich das richtig verstanden?
Nein! Der Rat entscheidet lediglich über Gesetze, die die Kommission vorschlägt.
Was zum Henker ist denn jetzt die Kommission für ein Verein und wann und wo habe ich die denn gewählt?
Herr Euro, jetzt halten sie aber mal den Ball flach. Ihre Einflussnahme nimmt schon größenwahnsinnige Züge an. Man kann nicht alles im Leben haben.
Zur EU-Kommission. Die wird von dem Ministerrat, Tusks Skat-Club, bestimmt. Nennen tut man diese Herrschaften dann EU-Regierungsbeamte und diese Regierungsbeamte werden dann dem EU-Parlament vorgeschlagen, was sie ja Herr Euro auch letzten Endes gewählt haben. Noch Fragen?
Ich habe verstanden. Dazu fällt mir ein passendes Beispiel ein. Als ein Bekannter meinerseits mich besuchte und ich ihm darauf hin zwischen zwei Joghurts wählen ließe, wobei ich am Anfang sagte, welchen ich nehme, meinte dieser mit einem sarkastischen Unterton, „du lupenreiner Demokrat“. Also geben sie mir doch bitte noch den Löffel oder besser noch, füttern sie mich gleich.
Ich finde, Herr Euro, sie sehen das zu negativ. Immerhin darf ihr gewähltes EU-Parlament der Kommission Gesetzesentwürfe vorschlagen,…
…und dieses ach so demokratisch gewählte EU-Parlament entscheidet dann je nach Tageslaune, ob es Lust dazu hat oder nicht, diese zu verabschieden.
Woher wusste sie das?
Ach, nicht der Rede wert.
Ich weiß gar nicht, worüber sie sich so echauffieren, Herr Euro. Ihr gewähltes EU-Parlament darf bis ins kleinste Detail an den Gesetzentwürfen mitwirken,…
…und dieses auch nur, wenn Tusk und die EU-Bimbos zustimmen.
Etwas suspekte Wortwahl aber ja, sie haben recht. Wie gut sie doch informiert sind, Herr Euro. Dann können sie mir bestimmt auch was zum „Trilog“ erzählen.
Trilog? Ist das ein Porno? Und wer steigt hier mit wem ins Bett?
Ihr Wortwahl ist höchst anstoßend und doch irgendwo zutreffend. Folgendes, Parlament, Rat und die Kommission bestimmen im stillen Kellerchen die Gesetzentwürfe, die dann später dem Pöbel, Entschuldigung, der Öffentlichkeit verzehrfertig serviert werden.
Verstehe ich das richtig? Eine Darkroom-Fraktion beschließt ohne meinen Einfluss Gesetze und ich darf diese dann befolgen?
Das ist korrekt, Herr Euro. „Darkroom-Fraktion“, was sie auch für ein rhetorischer Schlingel sind.
Ich habe die Faxen nun dicke. Ein Bürgerinitiative muss her,…
…kein Problem. Sammeln sie 1.000.000 Unterschriften in mindestens ¼ der EU-Mitgliedsstaaten innerhalb eines Jahres,…und die Kommissionsknechte können diese trotzdem ignorieren.
Also wie belesen sie in dieser Thematik doch sind, erstaunt mich immer wieder aufs Neue.
Ich denke, ich habe einfach nur ihr pseudodemokratisches System verstanden.
Nichts Geringeres wollte ich damit zum Ausdruck bringen, Herr Euro.
Da mache ich nicht mehr mit und ich werde jeden noch vernünftig denkenden Bürger dazu aufrufen, diese Art von Wahl zu boykottieren.
Auch für diesen Fall haben wir vorgesorgt.
Was ich nicht ahne…
Lassen sie mich ihnen den ERT (European Round Table) vorstellen.
Bitte nicht noch so ein Eurovision Songcontest.
Nein, ganz entspannt, Herr Euro. Der ERT besteht aus den Chefs der 50 größten Unternehmen innerhalb Europas und damit wir hier jetzt auch mal zum Schluss kommen, nenne ich ihnen auch den  AMUE (Association of the Monetary Union of Europe), dem über 400 Unternehmen und Banken angehören,…die sich gegenseitig die Dollar in den Arsch schieben und sich dabei die Eier lecken.
Obszöne und zugleich treffende Wortwahl. Ich denke, sie müssten nun alle wichtigen Informationen beisammenhaben, um eines verstanden zu haben.
Und was da wäre?
Werden sie Unternehmenschef und treten sie dem ERT bei und der Rubel rollt! Ich bedanke mich für ihre Aufmerksamkeit und wünsche viel Erfolg bei der Wahl aber eine Sache muss ich noch loswerden.
Was denn noch?
Es ist nicht wichtig wer wählt, sondern wer die Stimmen zählt.

In dem Sinne, lang lebe die EU.

 

 

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